Neujahr, der erste Tag eines Jahres. Da blickt man nach vorn und zurück, wieder nach vorn und ... kommt im Idealfall nicht zu Sebastian Deyas Ergebnis: Vor uns steht „Ein weiteres Wahnsinnsjahr ...“ - was heißt da „Frohes Neues? “?!
Gunda Jaron bietet das„Phantasma“ als Alternative, wie schön es beinahe geworden wäre ... aber vielleicht wird´s 2011.
Also allen Lesern "Prosit Neujahr!"
Das Dauerhafte, unverändert über den Jahreswechsel gerettet: eine Frühfassung des hoffentlich bald einmal von einem Verlag entdeckten spannenden Romanprojekt
mit Vorschau auf Gedichte des Tages, Prosa in Fortsetzungen und Rezensionen
Freitag, 31. Dezember 2010
DREI Nummer 906
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DREI Nummer 905
Womit beschäftigt sich ein Blog zu Silvester? Na, mit Silvester natürlich. (Auch ein Blog, das überraschen möchte - das überrascht dann eben dadurch, dass es nicht überrascht.)
Man kann sich natürlich dem Krachen der bereit gelegten Silvesterraketen lyrisch anpassen. Ein in dieser Hinsicht gelungenes Gedicht ist von Gunda Jaron "Vom rosa Tier und schwarzen Mann . Man kann natürlich poltern und sich und die gängigen Gepflogenheiten auf die Schippe nehmen, für sein eigentliches Anliegen gebrauchen. Das finden wir bei Roger Suffo in „Prosit Neujahr! .
Man kann natürlich auch einen Fortsetzungsroman einfach eine Nummer weiter klicken, weil die Tage eine einfache Abfolge sich ähnelnder Vorgänge im All sind:
Man kann sich natürlich dem Krachen der bereit gelegten Silvesterraketen lyrisch anpassen. Ein in dieser Hinsicht gelungenes Gedicht ist von Gunda Jaron "Vom rosa Tier und schwarzen Mann . Man kann natürlich poltern und sich und die gängigen Gepflogenheiten auf die Schippe nehmen, für sein eigentliches Anliegen gebrauchen. Das finden wir bei Roger Suffo in „Prosit Neujahr! .
Man kann natürlich auch einen Fortsetzungsroman einfach eine Nummer weiter klicken, weil die Tage eine einfache Abfolge sich ähnelnder Vorgänge im All sind:
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Mittwoch, 29. Dezember 2010
DREI Nummer 904
Heute noch einmal Stichwort: Gedichte, die etwas mit Märchen zu tun haben. Zwei bekannte kamen gestern zum Zuge. Heute folgt der Wettlauf zwischen Hase und Igel. Ich biete eine Variante mit ganz eigenem Inhalt, den man nur versteht, wenn man das ursprüngliche Gedicht kennt. Leicht heiter: Heiratsanzeige.
Ich möchte natürlich die alten Griechen-Sagen nicht in einen Topf mit Märchen werfen ... und sei es, dass man sie nicht als allgemein bekannt voraussetzen kann. Das Problem löst Petra Namyslo auf ganz eigene Weise:
Ich möchte natürlich die alten Griechen-Sagen nicht in einen Topf mit Märchen werfen ... und sei es, dass man sie nicht als allgemein bekannt voraussetzen kann. Das Problem löst Petra Namyslo auf ganz eigene Weise:
Die Abenteuer der Argonauten
Zu Kolchis gabs ein Vlies aus Gold,
das hätte Pelias gern gewollt.
Er bat den Neffen: "Liebes Kind,
beschaff mir dieses Fell geschwind!"
Um es vom Ares-Hain zu klauen,
ließ Jason sich die Argo bauen,
ein schnelles Schiff mit fünfzig Rudern,
er wollte keine Zeit verschludern.
Dann wählte er als Argonauten
berühmte Helden, die sich trauten,
Herakles, Peleus und Theseus,
ein Zwillingspärchen und Orpheus.
Bald war die Argo startbereit,
der Weg zum Schwarzen Meer war weit,
doch wird auf See die Zeit nicht lang
bei Harfenspiel und Rundgesang.
Auf Lemnos waren sie zu Gast
und hätten fast den Start verpasst,
die schönen Amazonenweiber
warn wild auf ihre Heldenleiber.
Auf Kios haben sie gesessen
und später Herakles vergessen,
somit besaß das stolze Heer
nun einen Helden weniger.
Bithyniens König wollte boxen,
da stampfte Pollux diesen Ochsen,
der stets am Streit Gefallen fand,
in Grund und Boden kurzerhand.
Nach Trakien führte sie die Reise,
sie halfen Phineus, einem Greise,
den fiesen Harpyien zu entkommen
und haben von ihm Tipps bekommen.
Sie sahen Tias Vogelmenschen
mit schnellen Federpfeilen kämpfen,
vom Kaukasus her drang verloren
Prometheus’ Schrei an ihre Ohren.
Dann endlich war das Ziel erreicht,
von Kytas Höhen fiel es leicht,
den Hain des Ares zu erspähn:
"Hier lasst uns nun vor Anker gehn!"
Das Goldne Vlies vom Kaukasus,
das brachte allerhand Verdruss.
Von diesen spannenden Geschichten
will ich euch nächstes Mal berichten
das hätte Pelias gern gewollt.
Er bat den Neffen: "Liebes Kind,
beschaff mir dieses Fell geschwind!"
Um es vom Ares-Hain zu klauen,
ließ Jason sich die Argo bauen,
ein schnelles Schiff mit fünfzig Rudern,
er wollte keine Zeit verschludern.
Dann wählte er als Argonauten
berühmte Helden, die sich trauten,
Herakles, Peleus und Theseus,
ein Zwillingspärchen und Orpheus.
Bald war die Argo startbereit,
der Weg zum Schwarzen Meer war weit,
doch wird auf See die Zeit nicht lang
bei Harfenspiel und Rundgesang.
Auf Lemnos waren sie zu Gast
und hätten fast den Start verpasst,
die schönen Amazonenweiber
warn wild auf ihre Heldenleiber.
Auf Kios haben sie gesessen
und später Herakles vergessen,
somit besaß das stolze Heer
nun einen Helden weniger.
Bithyniens König wollte boxen,
da stampfte Pollux diesen Ochsen,
der stets am Streit Gefallen fand,
in Grund und Boden kurzerhand.
Nach Trakien führte sie die Reise,
sie halfen Phineus, einem Greise,
den fiesen Harpyien zu entkommen
und haben von ihm Tipps bekommen.
Sie sahen Tias Vogelmenschen
mit schnellen Federpfeilen kämpfen,
vom Kaukasus her drang verloren
Prometheus’ Schrei an ihre Ohren.
Dann endlich war das Ziel erreicht,
von Kytas Höhen fiel es leicht,
den Hain des Ares zu erspähn:
"Hier lasst uns nun vor Anker gehn!"
Das Goldne Vlies vom Kaukasus,
das brachte allerhand Verdruss.
Von diesen spannenden Geschichten
will ich euch nächstes Mal berichten
Zu guter (?) Letzt der utopische Fortsetzungsroman:
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Heiratsanzeige,
Igel,
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Petra Namyslo
DREI Nummer 903
Wir haben über so vieles eine Meinung, weil wir schon etwas darüber gehört haben. Wir kennen so vieles, ohne wirklich zu wissen. Natürlich kann man nicht ununterbrochen zweifeln, doch irgendwann sollte man doch die Frage stellen, wie man die Welt sähe, wäre es anders gekommen, was wäre
gleiwitz das seien die polen gewesen
in ihrem slawischen untermenschwesen
ein paar kasernen hätten andere namen
weil mehr kämpfer fürs reich ums leben kamen
und der germane wäre durch sauberes blut
edel und gut
von den russen würden wir erfahren
sie warn bolschewisten vor vielen jahren
diese jüdische krankheit wäre längst schon besiegt
sie hätten was sie verdient gekriegt
der zapfenstreich wäre wahrscheinlich derselbe
ob am reichstag am amur ob an der elbe
und auch am hindukusch würde am deutschen wesen
die welt genesen
. Könnte es sein, dass man dann überzeugter Faschist wäre? Das aber lässt dann die Frage zu, ob man mit dem, was man (politisch) heute wirklich ist, nicht auch ein Produkt (ein Opfer) von Manipulation ist, ohne dies zu bemerken.
Vom schönen Freiherrn zum Beispiel? Dagegen soll das Friedensblog arbeiten.
Wie üblich schließt diese DREI-Ausgabe mit einer Fortsetzungsroman-Folge:
hätte Deutschland gesiegt
in allen zeitungen würden wir lesengleiwitz das seien die polen gewesen
in ihrem slawischen untermenschwesen
ein paar kasernen hätten andere namen
weil mehr kämpfer fürs reich ums leben kamen
und der germane wäre durch sauberes blut
edel und gut
von den russen würden wir erfahren
sie warn bolschewisten vor vielen jahren
diese jüdische krankheit wäre längst schon besiegt
sie hätten was sie verdient gekriegt
der zapfenstreich wäre wahrscheinlich derselbe
ob am reichstag am amur ob an der elbe
und auch am hindukusch würde am deutschen wesen
die welt genesen
wer die macht hat im staat
scheut vor keiner tat
die wahrheit in seinem sinn zu zerklauben
das ihn störende fälschen und beweise zu rauben
also hört endlich auf den medien zu glauben
das ihn störende fälschen und beweise zu rauben
also hört endlich auf den medien zu glauben
und lasst sie fliegen eure friedenstauben
. Könnte es sein, dass man dann überzeugter Faschist wäre? Das aber lässt dann die Frage zu, ob man mit dem, was man (politisch) heute wirklich ist, nicht auch ein Produkt (ein Opfer) von Manipulation ist, ohne dies zu bemerken.
Vom schönen Freiherrn zum Beispiel? Dagegen soll das Friedensblog arbeiten.
Slov ant Gali: Ein Prost allen alten Kameraden
.Wie üblich schließt diese DREI-Ausgabe mit einer Fortsetzungsroman-Folge:
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hätte Deutschland gesiegt,
Kori ado Ko,
Prost
Dienstag, 28. Dezember 2010
DREI Nummer 902
Winterzeit ist Märchenzeit, hab ich mir so gedacht, und den berühmten Froschkönig herangezogen:
tödlich trocken
bald aber
war seine haut
In seiner weihnachtlichen Gefühlsballung eignet sich "Sterntaler"(hier in der Lyrik von Slov ant Gali) eher für sozialkritische Modernisierung.
Zu guter Letzt sollte man betonen, dass SciFi und Märchen natürlich ganz verschiedene Fühler der Literatur in die Welt sind:
Slov ant Gali: Es war einmal ...
... ein frosch
der träumte davon
könig zu sein
mit einer krone
auf dem haupte
und siehe
ein prinzessinnenkuss
machte ihn
wenn auch nicht
zu einem entzauberten prinzen
so doch zu einem
zauberhaften
königsfrosch
der träumte davon
könig zu sein
mit einer krone
auf dem haupte
und siehe
ein prinzessinnenkuss
machte ihn
wenn auch nicht
zu einem entzauberten prinzen
so doch zu einem
zauberhaften
königsfrosch
tödlich trocken
bald aber
war seine haut
in den Tod getrocknet
nicht mehr grün
und eines tages
kratzte ein fremder prinz
den schwarzen fleck
von der tapete
als sich die königin
nicht mehr grün
und eines tages
kratzte ein fremder prinz
den schwarzen fleck
von der tapete
als sich die königin
ihm öffnete
In seiner weihnachtlichen Gefühlsballung eignet sich "Sterntaler"(hier in der Lyrik von Slov ant Gali) eher für sozialkritische Modernisierung.
Zu guter Letzt sollte man betonen, dass SciFi und Märchen natürlich ganz verschiedene Fühler der Literatur in die Welt sind:
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Froschkönig,
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Sterntaler
Samstag, 25. Dezember 2010
DREI Nummer 901
Allein die Idee einer zärtlichen Dunkelheit ist es wert, auf diese Lyrik zu achten:
Laufen
Im unberührten Weiß
Des Wintermorgens. Kindertraum.
Schatten stürzen
Winterstarrer Platanen. Tanzender Nebel
Mein heißer Atem.
Noch liegen die Straßen
In zärtlicher Dunkelheit. Hinter den
Hochhäusern übernächtige Vogelstimmen,
Heiser vom Frost, voll des Sehnens
Nach Wundern.
Ich wei nicht, ob ich selbst noch an Wunder glaube, aber auch Ursula Gressmann gewinnt z. B. in Winter I der kalt-kahlen Jahreszeit lyrischen Reiz ab.
Mir liegt da ein SF-Abenteuer näher. So folgt die nächste Folge vom Fortsetzungsroman
.
.
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Winter
DREI Nummer 900
Habe gestern "DIE GROESSTE STORY ALLER ZEITEN", zu gut deutsch die Weihnachtsgeschichte, also die um die Geburt Christi, als Video geschaut. Danach wird es Zeit, ein paar Blasphemische Verse ins Netz zu stellen. Oder wie wäre es mit etwas winterlich historischem Optimismus:
Slov ant Gali: Kulturkampf
Die Birke zittert
im weißen Hochzeitskleid.
Der männlich kalte Winter
kleidete sie in
Raureif der Unschuld.
Nimm den Frost zum Manne!
Im Parlament
im Herzen Berlins
berät man
schärfere Gesetze
gegen Zwangsverheiratungen.
Ein zartgrüner Frühling
wird kommen
Natürlich.
Kann man nach der ganzen Weihnachterei eigentlich schon wieder mit utopischer Literatur beginnen? Wenn ja, dann hier mit der Fortsetzung von
.
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Kulturkampf
Freitag, 24. Dezember 2010
DREI Nummer 899
Die Uhr geht auf das zu, was wir Christlichen als Heiliger Abend bezeichnen. Da werden uns die Herzen warm und wir sehnen uns nach erbaulichen Geschichten tränenfeuchter Nächstenliebe. Zumindest Dickens´ Weihnachtsgeschichte möchte wieder auferstehen.
Auch dieses Blog möchte zu solch erbaulicher Stimmung beitragen. Man könnte es halten wie Gunda Jaron in Die alte Frau und der Heilige Abend.
Noch nicht zufrieden?
Wie wäre es mit einem lieblichen Textchen aus der Feder von Frank Schleinstein, genannt Fischl (erschienen im Blog des Friedrichshainer Autorenkreises):
Auch dieses Blog möchte zu solch erbaulicher Stimmung beitragen. Man könnte es halten wie Gunda Jaron in Die alte Frau und der Heilige Abend.
Noch nicht zufrieden?
Wie wäre es mit einem lieblichen Textchen aus der Feder von Frank Schleinstein, genannt Fischl (erschienen im Blog des Friedrichshainer Autorenkreises):
Eine Weihnachtsgeschichte
Also steht Weihnachten vor der Tür. Es schneit, es ist kalt und das Haus ist zum Fest der Liebe liebevoll geschmückt. Sanftes Licht dringt durch die Fenster, der süßliche Geruch von gutem Gebäck, ein stilles und ein heiliges Lied ganz leise und vor der Tür steht Weihnachten. Ich habe mich dazu gestellt und warte. Weihnachten wartet auch und hinter mir ein paar Jungs, die haben Durst. Niemand öffnet. So stehen wir einige Zeit und Weihnachten friert. Ich gebe Weihnachten einen Schluck aus meiner Flasche. Es wärmt ein wenig den Bauch und die frostigen Gedanken. Ein fernes Glöckchen ertönt und es schneit.
Nach einiger Zeit gehen wir auseinander, ein jeder in eine andere Ecke der dunklen Stadt. Ich folge meiner Flasche und der Schnee verwischt mir die Wünsche.
Dann treffe ich Weihnachten wieder. Weihnachten sitzt auf einer dunklen Parkbank an einem gefrorenen Teich. Ich setze mich dazu.
„Glaube, Liebe Hoffnung, diese Drei.“, sagt Weihnachten und ich nicke leicht.
„Aber der Durst ist das Stärkste unter ihnen.“
Sagt Weihnachten und schneit ein.
Ooops ... Weihnachten nicht ernst genommen?
Darauf kann ich nur antworten Slov ant Gali: „Weihnacht“ und ganz ernst allen Menschen - welcher Art auch immer - ein friedliches und geruhsames Fest wünschen -
Frohe Weihnacht!!!
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Weihnacht
Mittwoch, 22. Dezember 2010
DREI Nummer 898
Arbeitslos
Lass mich Deine Lippen küssen
Ein letztes Mal. Dann will ich geh’n!
Lass mich in Deine Augen blicken
Du bist so stark und wunderschön!
Bin schon müd’, wenn ich erwache
Soll bitten, betteln, würd’ gern geben
Doch Du hast besseres verdient!
Will nicht auf Deine Kosten leben!
Geh’ tief in meinen Lieblingswald
Noch immer schmeck ich Deinen Kuss
…
Ein Rabe flattert krächzend auf
Hochgeschreckt durch einen Schuss
Dieses Gedicht schrieb Peter Kahn offensichtlich direkt unter dem Eindruck der Kommerz-Vorweihnacht für die, die sichs leisten können.
Ich musste mir schon Zynismus vorwerfen lassen, zu diesem Thema Wenn die Lichtlein brennen“ beizusteuern. Beide Gedichte findet man auf dem Lyrik-Blog.
Da geht wieder fast unter, dass auch ein utopischer Fortsetzungsroman zum Journal-Angebot gehört, nämlich Folge 32 von "Kori ado Ko". Brauchen wir sie noch die Utopien? Der Roman wirft ja aber auch auf, was denn "menschlich" bedeutet, wenn Menschen einer andersartigen Kultur gegenüberstehen ... ...
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Weihnacht
DREI Nummer 897
Ist es nicht Zeit, ihn angemessen zu feiern, den größten Deutschen aller Zeiten (kurz: Grödeutaz), den, mit dem sich Deutschland abschafft und der die Kulturlandschaft im deutschsprachigen Raum 2010 so nachhaltig geprägt hat? Mit einem Lied feiern, ihn, den geistigen Überflieger? Ja, und hier ist es:
Ich bin das Gen vom Sarrazin …
Ich bin das Gen vom Sarrazin,
ich singe jeden Tag,
Zwar klingt das eigentlich nicht schön,
doch zeigt´s, dass ich mich mag.
Ich sage Deutschland, meine mich,
ich bin wer in der Welt:
Weil ich der Allergrößte bin,
verdien´ ich so viel Geld.
Ihr blöden Trottel lauft mir nach -
wer will nicht Sieger sein.
Doch taugt ihr mir zum Kaufen nur
und Klatschen ganz allein.
Drum klatscht, drum klatscht, drum klatscht für mich,
drum klatscht für mich allein.
Ihr macht mir meine Börse fett
So soll es ja auch sein.
(Dap-dap-daddadapdap, dadapdapdaddapdap,
Dap-dap-daddadapdap, dadapdapdaddapdap …)
Und noch mal:
Ihr blöden Trottel lauft mir nach ...
xxx xxx xxx
Da ist doch richtig Karnevalslaune schon vor Weihnachten und Silvester angesagt, oder? Man muss einfach wie Roger Suffo: Von Goethe heimgesucht sein. Dann klappts auch mit den Nachbarn ...
xxx xxx xxx
Da geht fast unter, dass auch ein utopischer Fortsetzungsroman zum Journal-Angebot gehört, nämlich Folge 31 von "Kori ado Ko". Brauchen wir mit solchen Buchautoren nicht mehr, die Utopien ...
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Montag, 20. Dezember 2010
DREI Nummer 896
Slov ant Gali: mein rosengedicht
und wenn es
ein rosenkranz sein müsste
so betete ich
endlose ketten für
knoten in rohren
verglühende drohnen
unausklinkbare bomben
und weil
es kein rosenkranz ist
der hilft
wünsche ich mir
rosenworte
für mein rohrkrepierergedicht
und dass
deine sinne
noch wach sind
Dieses Gedicht entstammt dem Friedensblog, der die Friedensblogs bei over-blog allmählich ablösen soll.
xxx xxx xxx
Tagesgast im "Gedicht des Tages" päsentiert Mircea M. Pop seine „Literaturwerkstatt“
xxx xxx xxx
Das Manuskript des utopischen Romans "Kori ado Ko" von Slov ant Gali wurde inzwischen von der Agentur "Romansuche" angenommen und sucht dort nach einem Verlag zu Veröffentlichung. DREI verweist mit dem Link Nummer Kori ado Ko (30) auf eine frühere Arbeitsfassung auf dem Blog "Rote Predigt".
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Mircea M. Pop,
Rosengedicht,
Rosenkranz
DREI Nummer 895
Peter Kahn: Regen
Ganz leise schleicht sich der Regen zur Erde
Als wäre er ein Dieb
Mir scheint, er will die Menschen fragen
Ob er ihnen jetzt lieb
Es sind keine Tropfen, die heab fliegen
Kleine Nadeln, spinnenwebenfein
Bevor sie auf der Erde landen
Werden sie schon verdunstet sein
Ach, Regen, warum fragst du so unterwürfig
Ob du gut oder ob du schlecht?
Du kannst doch kommen, wann du willst
Du machst es den Menschen nicht recht!
Dürsten Pflanzen und Tiere an Sommertagen
Und du erlöst sie von ihrer Pein
Dann werden dich die Menschen verfluchen
Wirst du der Spielverderber sein
Doch ist das Land völlig ausgetrocknet
Und auch ihre Ernte verdörrt
Werden sie dich umso mehr beschimpfen
Weil du sie nicht beim Spiele gestört
Der Mensch ist schon ein seltsames Wesen
Er sich selbst im Spiegel erkennt
Und weil das sonst kaum jemand kann
Nennt er sich selbst – intelligent
So schaut er sich selbst im Spiegel stolz an
Und lacht dabei die Katze aus
Weil die so dumm hinter diesem sucht
Doch sie fängt dort eine Maus.
Die Katze wird gelobt für die kluge Tat
Hast gefangen das eklige Tier!
Ich liebe dich, auch Hunde und Schweine sogar
Doch vor Mäusen gruselt es mir!
So wie der Mensch sich selbst betrachtet
So sieht er auch seine Ideen
Doch was er ohne sein Zutun bekommt
Kann er nicht als Wert verstehn
Er teilt die Welt ein in gut und böse
Nützlich, essbar oder giftig
Wie es im Verhältnis zu anderen steht
Ist offenbar nicht so wichtig
Weil ein Hai schon mal einen Menschen fraß
Wird ihm Mordlust nachgetragen
Doch hab ich noch niemals davon gehört
Dass ein Hai einen Hai erschlagen
Des Menschen Weisheit scheint begrenzt
Auf sein Abbild im Spiegel nur
Was ist des Menschen Wissenschaft
Gegen die Weisheit der Natur!
Also forme deine Nadeln zu Tropfen aus
Dass es auf der Erde regnet
Schlag sie in den Sand mit energischer Faust
Auch wenn Missgunst dir begegnet!
Das Wirken seines Tuns sieht er voraus
Damit – macht der Mensch Staat
Doch oftmals sieht er es erst ganz genau
Erst lange – nach seiner Tat!
Peter Kahn ist Urberliner und Weltbürger in einem. "Regen" ist keines seiner aller neuesten Gedichte. Es wurde aber gerade im Lyrik-Blog vorgestellt.
xxx xxx xxx
Slov ant Gali stellt im Lyrik-Blog gerade eine Überarbeitung von Beginn eines Romans vor.
xxx xxx xxx
Das Manuskript des utopischen Romans "Kori ado Ko" von Slov ant Gali wurde inzwischen von der Agentur "Romansuche" angenommen und sucht dort nach einem Verlag zu Veröffentlichung. DREI verweist mit dem Link Nummer Kori ado Ko (29) auf eine frühere Arbeitsfassung auf dem Blog "Rote Predigt".
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Regen
Sonntag, 19. Dezember 2010
Das Literatur-Journal DREI
... hat es auf dem over-blog-Server bis auf die Nummer 894 gebracht.
Was gut war daran wird hier fortgeführt ... und hoffentlich verbessert.
Es wird weiter Links zu interessierten Partnern geben, die Lyrik und Prosa veröffentlichen, allerdings wird nicht mehr nur der Link erscheinen, sondern ich präsentiere meist ein Gedicht und wahrscheinlich ein Prosastück (Fortsetzungsroman, ein Teil einer Erzählung usw.)
Dies wechselt sich je nach Lage ab mit Infos o.a..
In diesem Sinne viel Vergnügen ...
Was gut war daran wird hier fortgeführt ... und hoffentlich verbessert.
Es wird weiter Links zu interessierten Partnern geben, die Lyrik und Prosa veröffentlichen, allerdings wird nicht mehr nur der Link erscheinen, sondern ich präsentiere meist ein Gedicht und wahrscheinlich ein Prosastück (Fortsetzungsroman, ein Teil einer Erzählung usw.)
Dies wechselt sich je nach Lage ab mit Infos o.a..
In diesem Sinne viel Vergnügen ...
Samstag, 18. Dezember 2010
Manifest der DICHTER der WELT
DichterInnen der Welt, es ist der Moment gekommen, in dem wir die Kräfte vereinigen müssen, um den Fortbestand des Lebens zu verteidigen: Wir sind die KriegerInnen des Friedens und die BotschafterInnen einer neuen Etappe in der Menschlichkeit. Wir sind die DichterInnen des Lichts, und das Licht ist der Träger, der uns leitet zur Berufung, dass wir aus keinem Grund aufhören dürfen zu helfen. Wir erleben zurzeit den Prozess des Untergangs einer verkommenen Etappe und die Geburt einer NEUEN ÄRA in der der/die DichterIn eine entscheidende Rolle zu spielen hat.
Die Menschlichkeit erlebt entscheidende Zeiten für ihr Überleben: sie fährt fort in Richtung hin zum Abgrund, der sie zur Auslöschung führt oder zum Steuerungswechsel, der den Weg festlegt zur kollektiven Überwindung, die den langfristigen Fortbestand sichert.
Seit den sehr weit entfernten Zeiten, die der Mensch erinnert, hat sich die menschliche Existenz Umwelten gegenübergestellt gesehen, welche sie sicherten, und die sie fortfuhr zu sichern, die Möglichkeit zu leben. Aber gleichzeitig und paradoxerweise hat der Mensch in seinem Streben mehr zu sein, zu wachsen und zu wachsen, den Planeten beschädigt, bis er die Grenzen erreicht hat, welche die Möglichkeit in Gefahr bringen, als Spezies weiter zu existieren. Wenn der Mensch den Kurs nicht ändert. Jetzt! Die nächsten Generationen werden solide Gründe haben, uns zu hassen.
Andererseits, im selben Kontext MEHR sein zu wollen, werden nicht nur die materiellen Mittel des Planeten benutzt, um zu wachsen und weiter zu bestehen, sondern auch die menschlichen Mittel, die Unbarmherzigkeit und kriminelle Konkurrenz zwischen den Menschen nach sich ziehend bis zu einem solchen Punkt, dass wir uns heute umbringen unter unseres Gleichen um zu existieren, um zu wachsen oder einfach um zu sagen: Ich bin, dies oder das andere, aber ich bin! Oder ich bin mehr als Du….
So wie wir den Planeten ständig verderben mit dem missbräuchlichen Gebrauch der natürlichen und menschlichen Ressourcen, so bauen sich Waffen der Zerstörung auf im großen Maßstab, Fähigkeiten, alle Humanität in wenigen Stunden zu zerstören und die Überlegenheit der Macht konzentriert sich immer in den selben Händen, in dem was wir heute kennen als Imperium/Imperien.
Aber nicht alles ist negativ, weil das moralische Chaos, das ethische Chaos, das politische Chaos [schändliche Kriege], das wirtschaftliche Chaos [unsinnige Angelegenheiten] nicht ohne Manifestationen der GEBURT DER GESCHICHTE sind, so wie eine Mutter einem Kind das Licht gibt, stirbt eine Etappe und erscheint eine andere aus ihrem Schoß.
1. – Gegenüber diesem Streben nach absoluter Herrschaft, die uns unvermeidlich zur Selbstzerstörung und zu soviel Barbarei führen könnte und zum Licht der neuen Zeiten, die sich ankündigen, treten die Dichter der Welt einerseits den Weg des Protests an und andererseits zur Erschafffung eines neuen Tagesanbruchs, der zur letztlichen Befreiung des Menschen führt.
2. – Die DichterInnen der Welt sind bereit zu sagen. Ich bin nicht, WIR SIND. Diejenigen welche bereit sind, das EGO aufzugeben, welches uns umbringt, und wir sind fähig uns in Gleichheit zu sehen, initiieren wir den kollektiven Festzug quer durch die Welt und stellen wir die Welt der Poesie in den Dienst der Menschlichkeit.
3. – Dichter zu sein bedeutet nicht nur, schöne Poesie zu schreiben, ohne sie zu leben, und sie zu leben bedeutet nicht nur, sie zu fühlen, ohne sie zu praktizieren, und sie zu praktizieren ist eine alltägliche Angelegenheit, von jeher nehmen wir indessen den Kopf zum Denken und das Herz zum Fühlen.
4. – Dichter der Welt zu sein, ist täglich etwas schwerer, Dichter der Welt zu sein, ist dieses Manifest in seinem wesentlichen Teil anzunehmen; ist die Verteidigung des Lebens anzunehmen, der Liebe, der Verschiedenheit, der Freiheit und fähig zu sein zu sagen: ich gebe mein Leben für das Leben, obwohl ich mein Leben liebe. Daher nämlich sagen wir: genug der Dummheiten, genug der EGOS, die nicht beitragen zum kollektiven Wachstum, auch nicht persönlich, und stellen wir die Kunst der Poesie in den Dienst der menschlichen Existenz.
5. – Dichter der Welt zu sein ist ein Krieger zu sein, oder eine Kriegerin, die reitet durch die Niederungen der menschlichen Existenz, wie sie die Nacht der Zeiten machte, auf der Suche nach Vollkommenheit und zulässigen Wachstums des Lebens, solange er lebt mit der Kleidung und den Bedingungen die wir haben, um es zu machen. Deshalb werden wir nicht passiv sein angesichts der Verbrechen, die Tag für Tag begangen werden im Namen der Freiheit, erheben wir unsere Stimme wie ein Lichtstrahl und wir werden den Feigling zum Zittern bringen, weil wir das Wort in die beste Waffe umwandeln, welche der Mörder gekannt hätte überall in der Geschichte.
6. – Erkennen wir den den wertvollen Beitrag der DichterInnen der Welt an zum Wachstum der Menschlichkeit über die Jahrhunderte. Jene, die ihre Namen einprägen ließen in die hundertjährigen Bücher der universellen Geschichte und im kollektiven Gedächtnis der Menschen, und erkennen wir an den Beitrag der namenlosen Dichter, die vergingen auf der Erde erfüllt mit legendären Missionen quer durch die Zeiten. Wir glauben an den Wert, der diese würdevollen Beiträge auszeichnet für ihre Zeiten, einschließlich für heute, aber wir sind an der Türschwelle einer neuen Etappe für die Menschlichkeit, und außerdem wollen wir Dichter der Welt des 21. Jahrhunderts uns nicht verstricken mit der Vergangenheit, um die Gegenwart und Zukunft besser sehen zu können. Als Dichter der Welt dieses Jahrhunderts sind wir aufgerufen, kreativ zu sein, um mit Phantasie die Antworten und Erklärungen zu finden, denn HEUTE fordert die Menschlichkeit zu schreien angesichts der offenkundigen Niederlage, in der wir leben.
7. – Als DichterInnen der Welt erklären wir uns alle gleich, die allgemein anerkannten und die weniger bekannten, die berühmten und die namenlosen, die reichen und die armen, die weißen und die schwarzen, die Mischlinge und die gelben, immer und wenn sie sich auf die Seite des Lebens stellen; dieselben Schwerter ergreifend, um das was das Leben tötet zu bekämpfen, kämpfend Seite an Seite hinter denselben Barrikaden, um die GERECHTIGKEIT zu verteidigen [einzig für Alle], die GLEICHHEIT [wirksam zwischen allen Bewohnern der Erde], die FREIHEIT [die wahrhaftige, nicht die künstliche] und das RECHT der Völker, in Frieden zu existieren und zu leben.
8. – Die DichterInnen der Welt erklären sich zu jedwedem Raum, der sie in ihrem Sein berührt, als eigene Arena um das Schlechte zu bekämpfen, sei es in den großen Palästen der Macht oder in den elenden Höhlen der Großstadt, auf der Wiese, wo der Mensch der Erde arbeitet oder im Grunde des Bergwerks, wo der Minenarbeiter Blut spuckt, aber der Dichter lässt den Besuch keines Stadtteils aus, um das Wort dorthin zu bringen, als ob Regen wäre, der über die Erde fällt, eine Darbietung der Anmut sichtbar machend, als ob Blumen für die Augen der Menschlichkeit kämen. Der Dichter wird das Licht sein, dass zum Kämpfer führt, als ob Dünen wären in der Dunkelheit der Nacht.
9. – Wir Dichter der Welt erklären uns als pazifistisch, aber weder als Feiglinge noch als passiv; kriegerisch, aber in keiner Weise naiv. Sentimentalisten der Natur, weil der künstlerische Ausdruck, die Tinte der Schriftstellerei, das Blut unserer Seelen ist. Leben wir gefangen durch den Rausch des künstlerischen Zaubers, bis zum schmerzlichen Schwindel der Schöpfung. Aber diese Schöpfung wird immer ein bestimmtes Ziel haben müssen: DAS LEBEN VERVOLLKOMMNEN, das unsrige [das indivi-duelle], das von allen [im Kollektiv]. Wir sind Pazifisten auf der Suche nach dem universellen Frieden, aber DER FRIEDEN kommt nicht von selbst, er muss errungen werden, für ihn muss gekämpft werden. Für ihn sind wir KriegerInnen. Und der FRIEDEN wäre nicht, wenn es keine GERECHTIGKEIT gibt. DER FRIEDEN wird nur sein, wenn zuerst die Gerechtigkeit herrscht, weil er nur sein kann, wenn er eine Folge, eine Frucht der Gerechtigkeit ist. Ohne wird er sein wie es jetzt ist in der Herrschaft der Imperien: FRIEDHOFSRUHE.
10. – Um Dichter der Welt zu sein, muss man bereit sein, sich immer zu verbessern, in der Vielfalt zu schaffen und die Pluralität anzunehmen, wie wir die Komplexität des Daseins annehmen. Im Bataillon der Dichter der Welt wird es immer Raum geben um zu kämpfen, seien wir Gläubige oder Ungläubige, Atheisten oder Religiöse, Gerechte oder Getäuschte, aber von dieser Seite des Lebens; Heterosexuelle, Bisexuelle oder Homosexuelle, aber Liebhaber der großmütigen Liebe, Krieger von einst oder moderne Streiter, aber immer Aktivisten des GUTEN. Die große Menschenkette, welche die Welt vereinigt, Kettenglied für Kettenglied, ist in Übereinstimmung mit DichterInnen, Verteilern von Hoffnungen und Lächeln in diesem Kampf, der seit der Morgendämmerung der Zeiten andauert.
11. – Der Mensch wird drittens sein Verschulden suchen, unsere Herausforderung ist jeder, der sich in seinem Wesen übernimmt, unterhalb seines eigenen Geistes, ohne einen Vermittler zu haben, um seine Irrtümer und Niederlagen zu beschwichtigen. Unsere Hoffnung ist, uns zu erheben durch das Medium des Wortes, das Verb im Herzen eines jeden zu entzünden, den Vers der Berge, die geheime Nacht der Seele, die bürgerliche Verpackung des Leibes der Natur, Seher sein im Morgen, damit jeder seine Seele emporhebt mit Liebe, mit Worten. Die Poesie ist von der Welt und wir müssen zu ihr.
DichterInnen der Welt,
Vereinige Dich in dieser Schlacht für die menschliche Existenz!
Verwandle Dich in das notwendige Kettenglied, damit das Leben weitergehen möge!
Luis Arias Manzo
Generalsekretär
Santiago de Chile, Dezember 2005
Die Menschlichkeit erlebt entscheidende Zeiten für ihr Überleben: sie fährt fort in Richtung hin zum Abgrund, der sie zur Auslöschung führt oder zum Steuerungswechsel, der den Weg festlegt zur kollektiven Überwindung, die den langfristigen Fortbestand sichert.
Seit den sehr weit entfernten Zeiten, die der Mensch erinnert, hat sich die menschliche Existenz Umwelten gegenübergestellt gesehen, welche sie sicherten, und die sie fortfuhr zu sichern, die Möglichkeit zu leben. Aber gleichzeitig und paradoxerweise hat der Mensch in seinem Streben mehr zu sein, zu wachsen und zu wachsen, den Planeten beschädigt, bis er die Grenzen erreicht hat, welche die Möglichkeit in Gefahr bringen, als Spezies weiter zu existieren. Wenn der Mensch den Kurs nicht ändert. Jetzt! Die nächsten Generationen werden solide Gründe haben, uns zu hassen.
Andererseits, im selben Kontext MEHR sein zu wollen, werden nicht nur die materiellen Mittel des Planeten benutzt, um zu wachsen und weiter zu bestehen, sondern auch die menschlichen Mittel, die Unbarmherzigkeit und kriminelle Konkurrenz zwischen den Menschen nach sich ziehend bis zu einem solchen Punkt, dass wir uns heute umbringen unter unseres Gleichen um zu existieren, um zu wachsen oder einfach um zu sagen: Ich bin, dies oder das andere, aber ich bin! Oder ich bin mehr als Du….
So wie wir den Planeten ständig verderben mit dem missbräuchlichen Gebrauch der natürlichen und menschlichen Ressourcen, so bauen sich Waffen der Zerstörung auf im großen Maßstab, Fähigkeiten, alle Humanität in wenigen Stunden zu zerstören und die Überlegenheit der Macht konzentriert sich immer in den selben Händen, in dem was wir heute kennen als Imperium/Imperien.
Aber nicht alles ist negativ, weil das moralische Chaos, das ethische Chaos, das politische Chaos [schändliche Kriege], das wirtschaftliche Chaos [unsinnige Angelegenheiten] nicht ohne Manifestationen der GEBURT DER GESCHICHTE sind, so wie eine Mutter einem Kind das Licht gibt, stirbt eine Etappe und erscheint eine andere aus ihrem Schoß.
1. – Gegenüber diesem Streben nach absoluter Herrschaft, die uns unvermeidlich zur Selbstzerstörung und zu soviel Barbarei führen könnte und zum Licht der neuen Zeiten, die sich ankündigen, treten die Dichter der Welt einerseits den Weg des Protests an und andererseits zur Erschafffung eines neuen Tagesanbruchs, der zur letztlichen Befreiung des Menschen führt.
2. – Die DichterInnen der Welt sind bereit zu sagen. Ich bin nicht, WIR SIND. Diejenigen welche bereit sind, das EGO aufzugeben, welches uns umbringt, und wir sind fähig uns in Gleichheit zu sehen, initiieren wir den kollektiven Festzug quer durch die Welt und stellen wir die Welt der Poesie in den Dienst der Menschlichkeit.
3. – Dichter zu sein bedeutet nicht nur, schöne Poesie zu schreiben, ohne sie zu leben, und sie zu leben bedeutet nicht nur, sie zu fühlen, ohne sie zu praktizieren, und sie zu praktizieren ist eine alltägliche Angelegenheit, von jeher nehmen wir indessen den Kopf zum Denken und das Herz zum Fühlen.
4. – Dichter der Welt zu sein, ist täglich etwas schwerer, Dichter der Welt zu sein, ist dieses Manifest in seinem wesentlichen Teil anzunehmen; ist die Verteidigung des Lebens anzunehmen, der Liebe, der Verschiedenheit, der Freiheit und fähig zu sein zu sagen: ich gebe mein Leben für das Leben, obwohl ich mein Leben liebe. Daher nämlich sagen wir: genug der Dummheiten, genug der EGOS, die nicht beitragen zum kollektiven Wachstum, auch nicht persönlich, und stellen wir die Kunst der Poesie in den Dienst der menschlichen Existenz.
5. – Dichter der Welt zu sein ist ein Krieger zu sein, oder eine Kriegerin, die reitet durch die Niederungen der menschlichen Existenz, wie sie die Nacht der Zeiten machte, auf der Suche nach Vollkommenheit und zulässigen Wachstums des Lebens, solange er lebt mit der Kleidung und den Bedingungen die wir haben, um es zu machen. Deshalb werden wir nicht passiv sein angesichts der Verbrechen, die Tag für Tag begangen werden im Namen der Freiheit, erheben wir unsere Stimme wie ein Lichtstrahl und wir werden den Feigling zum Zittern bringen, weil wir das Wort in die beste Waffe umwandeln, welche der Mörder gekannt hätte überall in der Geschichte.
6. – Erkennen wir den den wertvollen Beitrag der DichterInnen der Welt an zum Wachstum der Menschlichkeit über die Jahrhunderte. Jene, die ihre Namen einprägen ließen in die hundertjährigen Bücher der universellen Geschichte und im kollektiven Gedächtnis der Menschen, und erkennen wir an den Beitrag der namenlosen Dichter, die vergingen auf der Erde erfüllt mit legendären Missionen quer durch die Zeiten. Wir glauben an den Wert, der diese würdevollen Beiträge auszeichnet für ihre Zeiten, einschließlich für heute, aber wir sind an der Türschwelle einer neuen Etappe für die Menschlichkeit, und außerdem wollen wir Dichter der Welt des 21. Jahrhunderts uns nicht verstricken mit der Vergangenheit, um die Gegenwart und Zukunft besser sehen zu können. Als Dichter der Welt dieses Jahrhunderts sind wir aufgerufen, kreativ zu sein, um mit Phantasie die Antworten und Erklärungen zu finden, denn HEUTE fordert die Menschlichkeit zu schreien angesichts der offenkundigen Niederlage, in der wir leben.
7. – Als DichterInnen der Welt erklären wir uns alle gleich, die allgemein anerkannten und die weniger bekannten, die berühmten und die namenlosen, die reichen und die armen, die weißen und die schwarzen, die Mischlinge und die gelben, immer und wenn sie sich auf die Seite des Lebens stellen; dieselben Schwerter ergreifend, um das was das Leben tötet zu bekämpfen, kämpfend Seite an Seite hinter denselben Barrikaden, um die GERECHTIGKEIT zu verteidigen [einzig für Alle], die GLEICHHEIT [wirksam zwischen allen Bewohnern der Erde], die FREIHEIT [die wahrhaftige, nicht die künstliche] und das RECHT der Völker, in Frieden zu existieren und zu leben.
8. – Die DichterInnen der Welt erklären sich zu jedwedem Raum, der sie in ihrem Sein berührt, als eigene Arena um das Schlechte zu bekämpfen, sei es in den großen Palästen der Macht oder in den elenden Höhlen der Großstadt, auf der Wiese, wo der Mensch der Erde arbeitet oder im Grunde des Bergwerks, wo der Minenarbeiter Blut spuckt, aber der Dichter lässt den Besuch keines Stadtteils aus, um das Wort dorthin zu bringen, als ob Regen wäre, der über die Erde fällt, eine Darbietung der Anmut sichtbar machend, als ob Blumen für die Augen der Menschlichkeit kämen. Der Dichter wird das Licht sein, dass zum Kämpfer führt, als ob Dünen wären in der Dunkelheit der Nacht.
9. – Wir Dichter der Welt erklären uns als pazifistisch, aber weder als Feiglinge noch als passiv; kriegerisch, aber in keiner Weise naiv. Sentimentalisten der Natur, weil der künstlerische Ausdruck, die Tinte der Schriftstellerei, das Blut unserer Seelen ist. Leben wir gefangen durch den Rausch des künstlerischen Zaubers, bis zum schmerzlichen Schwindel der Schöpfung. Aber diese Schöpfung wird immer ein bestimmtes Ziel haben müssen: DAS LEBEN VERVOLLKOMMNEN, das unsrige [das indivi-duelle], das von allen [im Kollektiv]. Wir sind Pazifisten auf der Suche nach dem universellen Frieden, aber DER FRIEDEN kommt nicht von selbst, er muss errungen werden, für ihn muss gekämpft werden. Für ihn sind wir KriegerInnen. Und der FRIEDEN wäre nicht, wenn es keine GERECHTIGKEIT gibt. DER FRIEDEN wird nur sein, wenn zuerst die Gerechtigkeit herrscht, weil er nur sein kann, wenn er eine Folge, eine Frucht der Gerechtigkeit ist. Ohne wird er sein wie es jetzt ist in der Herrschaft der Imperien: FRIEDHOFSRUHE.
10. – Um Dichter der Welt zu sein, muss man bereit sein, sich immer zu verbessern, in der Vielfalt zu schaffen und die Pluralität anzunehmen, wie wir die Komplexität des Daseins annehmen. Im Bataillon der Dichter der Welt wird es immer Raum geben um zu kämpfen, seien wir Gläubige oder Ungläubige, Atheisten oder Religiöse, Gerechte oder Getäuschte, aber von dieser Seite des Lebens; Heterosexuelle, Bisexuelle oder Homosexuelle, aber Liebhaber der großmütigen Liebe, Krieger von einst oder moderne Streiter, aber immer Aktivisten des GUTEN. Die große Menschenkette, welche die Welt vereinigt, Kettenglied für Kettenglied, ist in Übereinstimmung mit DichterInnen, Verteilern von Hoffnungen und Lächeln in diesem Kampf, der seit der Morgendämmerung der Zeiten andauert.
11. – Der Mensch wird drittens sein Verschulden suchen, unsere Herausforderung ist jeder, der sich in seinem Wesen übernimmt, unterhalb seines eigenen Geistes, ohne einen Vermittler zu haben, um seine Irrtümer und Niederlagen zu beschwichtigen. Unsere Hoffnung ist, uns zu erheben durch das Medium des Wortes, das Verb im Herzen eines jeden zu entzünden, den Vers der Berge, die geheime Nacht der Seele, die bürgerliche Verpackung des Leibes der Natur, Seher sein im Morgen, damit jeder seine Seele emporhebt mit Liebe, mit Worten. Die Poesie ist von der Welt und wir müssen zu ihr.
DichterInnen der Welt,
Vereinige Dich in dieser Schlacht für die menschliche Existenz!
Verwandle Dich in das notwendige Kettenglied, damit das Leben weitergehen möge!
Luis Arias Manzo
Generalsekretär
Santiago de Chile, Dezember 2005
Mittwoch, 10. November 2010
Weinachtsangebot: Bücher mit Widmung des Autors Slov ant Gali
für wen: - Jugendliche und Menschen, die geistig jung geblieben sind
besonders:
Fans utopischer („SciFi“) Literatur
Fans „moderner Lyrik“, wenn die schon bei Heinrich Heine beginnen darf
Fans von Erzähltem … Liebe, Humor, Katzen u.a. Tieren …
WAS: Ein kleines Buchpaket, darin enthalten
„Planet der Pondos“, utopischer Roman von Slov ant Gali
„worträume“, Lyrikband von Slov ant Gali
als Zugaben
„Anjas Nachthemden, Erzählungen über Grenzfälle der Liebe“ und
„Nun lach schon, Kater Salomon, Märchen von klugen und weniger klugen Katzen“ beide von Rüdiger Kurock
WIE: Das Buch / die Bücher Ihrer Wahl können eine Widmung Ihrer Wahl enthalten. Sollte Ihnen kein passender Text einfallen, so wird darin stehen „Viel Vergnügen beim Lesen – ein persönlicher Gruß von einem, der etwas besonders Nettes und Ausgefallenes ( für …) gesucht hat.“
WOHIN: Bitte geben Sie in Ihrer Bestellung per Mail an frieden(at)slovantgali.de die vollständige Versandadresse an. Sie erfahren dann die Versandformalitäten.
WIEVIEL: Der Paketpreis beträgt 20,00 EUR.
Sollten Sie eines der Bücher nicht wünschen, so verändert sich der Paketpreis
ohne den Roman „Planet der Pondos“ (EP 14,80 EUR) auf 10,00 EUR,
ohne eines der anderen Bücher („worträume“ 8,80 EUR) auf 15,00 EUR.
Beide Bände von Slov ant Gali sind am Jahresende 2009 erschienen. Alle Bücher sind selbstverständlich neuwertig.
Dienstag, 26. Oktober 2010
empfielt: "Planet der Pondos" von Slov ant Gali
Dieser Roman existiert schon als Buch.
In einem Roman prallen verschiedene Schicksale aufeinander. Auf dem Planeten der Pondos sind das die Erlebnisse mehrerer unterschiedlicher Heldinnen und Helden.
Uljana und Deborah Silberbaum, George Maratin und Jenny gehören zum Beispiel zu den Passagieren des Raumschiff „New Home 9“. Die Erde hatten die wirtschaftlich Herrschenden auch für sich selbst zu einem Ort gemacht, von dem man flieht, wenn man kann. Zusammen mit einigen „Zugelosten“ suchen die, die sich eine solche Reise leisten können nach einem zu besiedelnden neuen Planeten. Nach langer Reise findet das Computersystem einen passenden. Da ist es bereits defekt. Zufälle trennen Erwachsen und ihre Kinder voneinander und führen sie wieder zusammen. Bewusste Entscheidungen trennen sie letztlich voneinander. Da sind die Jugendlichen auf der Seite von rebellierenden jungen Koom angekommen, Maratin hatte sich zum Gouverneur eines eroberten Landes machen lassen und Deborah, Uljanas Mutter, gerät zwischen für sie schwer zu durchschauende Fronten.
Breckoro ist der Strippenzieher eines Vorkommnisses, mit dem der auf persönlichen Profit fixierte Staat der Weih seinen Überfall auf die nur durch eine natürliche Barriere geschützte Nachbargesellschaft der Koom begründet. Breckoros Gebäude aus Macht und Intrigen bricht erst allmählich zusammen, als er sich seinen Sieg mit einer entblößten Deborah Silberbaum als „Vorzimmerdame“ und deren Zuneigung versüßen will.
Onjas Familie ist die Idylle, die sich die Koom geschaffen haben, vor allem ihre Brüder Pedo und Salio und natürlich die Eltern Lutara und Orgios. Der Krieg bricht über die Familie mit besonderer Brutalität herein. Das Mädchen wird dabei auf eine Weise gezeichnet, dass sie andere Koom vorbehaltlos als Anführerin des spontanen Widerstands anerkennen.
Ins Rollen kommt das Geschehen durch die Kari. Deren Siedlung auf einem nahen Himmelskörper ist vom Aussterben bedroht. Also starten die dortigen Bewohner einen Hilferuf an jene Kari, die sich in einem Sperrgebiet zwischen dem ursprünglichen Territorium der Weih und der Koom angesiedelt hatten. Um aber ihren Artgenossen helfen zu können, brauchen diese das Raumschiff der Menschen und sie versuchen einiges, um es zu bekommen.
Äußerlich erscheint vieles als Auseinandersetzung zwischen Erwachsenen und ihren Kindern, die unterschiedliche Vorstellungen zum vernünftigen Zusammenleben entwickeln. Die anfängliche Gefangenschaft hat bei den Jugendlichen ein neues und von ihnen als ideal empfundenes, allerdings etwas unklares Verständnis von Zusammenleben angeregt – zu einer Zeit, als sich die Erwachsenen längst an die neuen Machtverhältnisse angepasst haben.
Die mitgebrachte Waffentechnik der Menschen ist der der Pondos überlegen. So spielt nicht nur das berauschende Wasser eines geheimnisvollen Sees eine Rolle im Kampf um den Besitz eben dieser Waffen…
Die Voraussetzungen, einen Aufstand zur Wiederherstellung kommunistischer (?) Verhältnisse zu führen, ist etwas, was weder die eingeborenen Jugendlichen mitbringen noch die Jugendlichen der Erde. Zum Handeln sind sie trotzdem alle entschlossen. Sie ahnen allerdings nicht, dass das Gift des Verrats auch in ihren Reihen wirkt …
In einem Roman prallen verschiedene Schicksale aufeinander. Auf dem Planeten der Pondos sind das die Erlebnisse mehrerer unterschiedlicher Heldinnen und Helden.
Uljana und Deborah Silberbaum, George Maratin und Jenny gehören zum Beispiel zu den Passagieren des Raumschiff „New Home 9“. Die Erde hatten die wirtschaftlich Herrschenden auch für sich selbst zu einem Ort gemacht, von dem man flieht, wenn man kann. Zusammen mit einigen „Zugelosten“ suchen die, die sich eine solche Reise leisten können nach einem zu besiedelnden neuen Planeten. Nach langer Reise findet das Computersystem einen passenden. Da ist es bereits defekt. Zufälle trennen Erwachsen und ihre Kinder voneinander und führen sie wieder zusammen. Bewusste Entscheidungen trennen sie letztlich voneinander. Da sind die Jugendlichen auf der Seite von rebellierenden jungen Koom angekommen, Maratin hatte sich zum Gouverneur eines eroberten Landes machen lassen und Deborah, Uljanas Mutter, gerät zwischen für sie schwer zu durchschauende Fronten.
Breckoro ist der Strippenzieher eines Vorkommnisses, mit dem der auf persönlichen Profit fixierte Staat der Weih seinen Überfall auf die nur durch eine natürliche Barriere geschützte Nachbargesellschaft der Koom begründet. Breckoros Gebäude aus Macht und Intrigen bricht erst allmählich zusammen, als er sich seinen Sieg mit einer entblößten Deborah Silberbaum als „Vorzimmerdame“ und deren Zuneigung versüßen will.
Onjas Familie ist die Idylle, die sich die Koom geschaffen haben, vor allem ihre Brüder Pedo und Salio und natürlich die Eltern Lutara und Orgios. Der Krieg bricht über die Familie mit besonderer Brutalität herein. Das Mädchen wird dabei auf eine Weise gezeichnet, dass sie andere Koom vorbehaltlos als Anführerin des spontanen Widerstands anerkennen.
Ins Rollen kommt das Geschehen durch die Kari. Deren Siedlung auf einem nahen Himmelskörper ist vom Aussterben bedroht. Also starten die dortigen Bewohner einen Hilferuf an jene Kari, die sich in einem Sperrgebiet zwischen dem ursprünglichen Territorium der Weih und der Koom angesiedelt hatten. Um aber ihren Artgenossen helfen zu können, brauchen diese das Raumschiff der Menschen und sie versuchen einiges, um es zu bekommen.
Äußerlich erscheint vieles als Auseinandersetzung zwischen Erwachsenen und ihren Kindern, die unterschiedliche Vorstellungen zum vernünftigen Zusammenleben entwickeln. Die anfängliche Gefangenschaft hat bei den Jugendlichen ein neues und von ihnen als ideal empfundenes, allerdings etwas unklares Verständnis von Zusammenleben angeregt – zu einer Zeit, als sich die Erwachsenen längst an die neuen Machtverhältnisse angepasst haben.
Die mitgebrachte Waffentechnik der Menschen ist der der Pondos überlegen. So spielt nicht nur das berauschende Wasser eines geheimnisvollen Sees eine Rolle im Kampf um den Besitz eben dieser Waffen…
Die Voraussetzungen, einen Aufstand zur Wiederherstellung kommunistischer (?) Verhältnisse zu führen, ist etwas, was weder die eingeborenen Jugendlichen mitbringen noch die Jugendlichen der Erde. Zum Handeln sind sie trotzdem alle entschlossen. Sie ahnen allerdings nicht, dass das Gift des Verrats auch in ihren Reihen wirkt …
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Planet der Pondos,
utopischer Roman
Montag, 25. Oktober 2010
Worum geht´s?
Das Ganze wird einmal ein SF-Roman (http://gottogott.blogspot.com/p/ich-wurde-gott.html).
Nicht ganz klassisch, da der "Held" aus der Zukunft eine unerwartete Reise in eine Vergangenheit antritt ... und dort gut hinzupassen scheint ...
Nicht ganz klassisch, da der "Held" aus der Zukunft eine unerwartete Reise in eine Vergangenheit antritt ... und dort gut hinzupassen scheint ...
Aus einer Textinterpretation,
geschrieben von Fred Majorus im Alter von 12 Jahren, festgehalten im Erinnerungsbuch der 3. Europäischen Oberschule Merkurville für ihren verschollenen ehemaligen Schüler
… „ … Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen...“
… Fantastisch, diese Gebete! Die Menschen, die so etwas damals damals vor sich hin murmeln konnten, waren echt gut dran: Sie beschworen mit dieser Formel einen allmächtigen Gott, er möge ihnen ihre Schuld, welche auch immer, vergeben, und er vergab ihnen. Musste er ja, denn es gab ihn doch nur in ihrer Einbildung. Dafür vergaben sie dann auch allen Anderen deren Schuld. Hauptsache Vergeben.
Von Bösem erlöst werden - musste das nicht ein herrliches Gefühl gewesen sein? So viel Böses machen zu dürfen und ein Gespenst vertreibt das schlechte Gewissen?
Immerhin hatten die Leute in diesen Jahrtausenden sich etwas bewahrt: Sie hatten Angst vor der Versuchung. Sie fürchteten, Böses zu tun, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten. Ich habe solche Angst nicht. Aber was sollte ich auch je an wirklich Bösem anrichten, wir tun doch nur unser Bestes ...
"Klappentext"
Fred lachte laut. Es klang nicht echt. Der Schreck war zu frisch, um ihn so zu überspielen. Doch die anderen 16jährigen merkten es nicht. Schließlich hatte er das „Abenteuer Zeitreise“ gewagt. Nun lauschten sie, wie er wild gestikulierend erzählte: „... Stellt euch vor, keine 2000 Jahre und die Leute haben solchen Humbug geglaubt! Na, war auch ne echt starke Show. Gruselig. Die Beleuchtung, die Kugel, die Maske, der hypnotische Blick. Und die Stimme erst! Ein Tonfall, da läuft´s einem kalt den Rücken runter: Sie werden einmal mehr Mädchen haben, als sie sich jetzt vorstellen können. Ein ganzer Kontinent wird Ihnen zu Füßen liegen. Sie werden ein Gott sein. Mächtig und rücksichtslos. Sie werden sich vor sich selbst fürchten, sich fragen, was bin ich nur für ein Mensch?! Alles, was Sie noch als normal empfinden, wird ihnen so fern sein wie fernste Vergangenheit. Aber noch können Sie Ihrem furchtbaren Schicksal entgehen. Reisen Sie nicht! Ich flehe Sie an, reisen Sie nicht!“
Am Abend nach dem Jahrmarktsspaß gingen die Jugendlichen tanzen. Bald hatte Fred alles vergessen. Er war sicher, sein eigenes Jahrtausend erwartete ihn …
Sonntag, 24. Oktober 2010
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