Dienstag, 31. Juli 2012

Lyrik-Prosa-Wortkultur 1469

Der letzte "Sommermonat" steht vor der Tür. Die "Gedichte des Tages" begrüßen ihn mit einem sehr umstrittenen Beitrag. Einmal wieder die Frage, ob man so etwas machen kann. Hier in erster Linie inhaltlich, denn die Form ist bestimmt noch zu befeilen:


Wie weit darf man gehen?
Kunst ist nicht gebunden an Pragrafen von Straf- und Verfahrensrecht. Der einzige Richter ist der Leser, der sagt, "stimmt" oder "so kann man das nicht sagen" - womit er bereits sich zu "man" aufgewertet hätte. 
Na ja, unsicher bleibe ich, ob klar ist, was ich alles mit "Rechtfertigung für kein gedicht" habe ausdrücken wollen und ob das nicht zu viel ist ... Na, dann muss ich mich eben von "Aladins Leitspruch" getroffen fühlen ...


Beim SF-Fortsetzungsroman läuft ein generelles Befeilen. Insofern ist das hie Vorgestellte "nur" ein Tagesstand:


Slov ant Gali / Gunda Jaron:   

                Ich wurde Gott (130)



... Problematischer war die Situation ausgerechnet dort, wo die Belagerungssoldaten von meinen Bauernkämpfern in die Zange genommen worden waren. Hier hatten die Gegner eine solche zahlenmäßige Übermacht, dass die Erschöpfung meiner wenigen Kämpfer immer erdrückender wurde.
Zum Glück für meine Bauernsoldaten konnte ich an meinen Monitoren die Situation auf dem gesamten Schlachtfeld so gut beobachten wie sonst niemand. So konnte ich meine Landwirtschaftsflotte immer an die wichtigsten Punkte dirigieren.

Die folgende halbe Stunde war die verrückteste meines Lebens. Einen organisierten Gegner gab es nicht mehr. Es lebten aber noch etwa 30000 feindliche Soldaten, die nur durch die Lautsprecherbeschallung am organisierten Handeln gehindert wurden. Ununterbrochen hörten sie nichts anderes als sie sollten ihre Waffen wegwerfen und die Aufforderung an die bewaffneten Bauernkämpfer, sie möchten sofort zurückweichen und die, die ihre Waffen weggeworfen hatten, am Leben lassen. Allerdings waren auf meiner Seite nur noch ungefähr eintausend Bauern kampffähig. Es existierte keine Front und außer meinen Monitoren und Sprechverbindungen keine Kommunikation. Die überlegene, aber kopflose Übermacht gegnerischer Soldaten sah jeweils um sich herum viele der noch kämpfenden eigenen Männer, hörte aber nichts als die Beschallung eines im Wesentlichen unsichtbaren Gegners, vermutete also, dass wahrscheinlich meine Truppen an einer anderen Stelle des Schlachtfeldes versammelt waren, sah gelegentlich dröhnende Monster auf sich zukommen … Und so warfen immer mehr Saksmänner ihre Waffen weg und sahen sich abwartend um. Irgendwoher musste ja das Heer kommen, das sie besiegt hatte. Oder richtiger: Irgendwo musste es sein, obwohl man nur recht wenige Gegner sehen konnte. Sollte man sein Leben retten, indem man die Waffen streckte?

Wenn ich die verfügbaren Energiereserven der Phots und die Kampfkraft der überlebenden Bauern zusammenrechne, wäre meine Restarmee von der gegnerischen sogar allein mit Muskelkraft zu vernichten gewesen. Mir blieb nur ein einziges Plus: Das Chaos und mein Überblick. ...

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