Samstag, 17. März 2012

Lyrik-Prosa-Wortkultur 1331

.Es stehen keine Überraschungen auf dem Programm. Als erstes also wie gewohnt die geplanten "Gedichte des Tages" von übermorgen:


Ob Sebastian Deyas Hilfe-Ruf " Herr, lass es Hirn regnen! (1)" die richtige Reaktion auf die aktuellen Ereignisse in NRW ist? Wenn man mal von der Spaßpartei absieht, hoffen ja alle auf Zusatzgewinn ...
Slov ant Gali .stellt die "gewagte" These auf, dass auch im Weltraum noch der Mensch seinem Gott hinterherjagt ... sich selbst:"Heimwärts"

..
Wenn ich mir Mühe gebe, erinnere ich mich auch noch an den Namen der Spaßpartei.
Zur Überbrückung gibt es zwei weitere kurze Rezensionen von Roger Suffo für "lovelybooks":

1. Jorge Amado "Der Ritter der Hoffnung"
An sich verstehe ich nichts von Biografien. Wie viel biografisch real so belegt ist, weiß ich nicht. Wichtiger ist, dass Jorge Amado hier einer Legende ein Gesicht gibt: Luis Carlos Prestes, der zu Unrecht im Vergleich zu Che Guevara zumindest für Europa in Vergessenheit geriet. Dabei habe ich kaum so eine Mischung aus nachvollziehbarer Schilderung eines Kilometer langen Fluchtmarsches durch wildes brasilianisches Hinterland und der mit lebhaften Bildern geschilderten Anarchie eines Banditen erlebt. Als Amado das Buch schrieb, muss er noch sehr dem kommunistischen Menschenideal angehangen haben. Welche Brutalität legt jener Lampiao an den Tag. Auch er nimmt für sich in Anspruch, gegen die Reichen zu kämpfen. Letztlich ist er nur ein Bandit. Gewalt als Mittel der Selbstbefriedigung - letztlich Mittel, um den zu diskreditieren, der das System der Ausbeutung, dass im Brasilien jener Zeit sehr nackt und offen brutal wirkt, grundsätzlich beenden möchte. Wie beweist man auf der Flucht, dass man ein einem untergeschobenes Verbrechen nicht begangen hat?
2. Jorge Amado: Herren des Strandes"
Die Rezension ginge leicht schnell: Beim ersten Lesen, so mit 15 hab ich geheult. Eine zukunftslose Liebe, die einmal Erfüllung erleben möchte. 14jährige, die verurteilt sind. Man kann es nur kleinreden: Amado gelingt es hier einfach, sich ganz eng verbunden zu fühlen mit diesen Jugendlichen, egal, was sie getan haben. Dieses Gefühl bleibt zurück: "Die armen Schweine" haben doch auch ihre großen Gefühle. Die anderen Mitglieder der Bande verlieren ihr Gesicht wieder. Die in einer Begegnung erfüllt Liebe bleibt ...

Kann man so Rezensionen schreiben?!

.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.

2 Kommentare:

  1. Ich denke, dass sie die fünf Prozent in jedem Fall packen werden und ja, ich denke natürlich, dass das ein Zugewinn sein wird.

    Trotzdem halte ich es für die absolut richtige Reaktion, denn das steht ja dann eigentlich schon wieder auf einem ganz anderen Blatt, weil egal, wie die Wahl ausgehen wird und selbst wenn die Zusammensetzung des Parlaments hinterher für uns erfreulicher sein wird (das wird sie in jedem Fall, denn auch eine Partei weniger kann ja durchaus auch ein Zugewinn sein und dazu wird es wohl auf jeden Fall kommen).

    Das viel entscheidendere, wenn wir über die Entwicklungen in Zukunft nachdenken, ist doch, wie es zu dieser Wahl kam.

    Peace

    AntwortenLöschen
  2. Dann billigst du zumindest der "Linken" zu, dass es auf sie rechtzeitig Hirn geregnet hat ... (Schwierig würde es, sollte es zu einer Mehrheitsregierung aus SPD und Grünen oder CDU kommen ...)

    AntwortenLöschen

Follower