Sonntag, 10. Februar 2013

Lyrik-Prosa-Wortkultur 1648

Viele Fragen sich, warum Frau Schavan nun doch vom Amt der Ministerin für Geistesentwicklung zurückgetreten ist. Wir haben die Antwort. Sie hat den Ruhm erreicht, Objekt eines Gedichts von Brunhild Hauschild geworden zu sein, ganz ihrem Motto "Mehr Schein als Sein" verpflichtet. Man könnte ja die Hoffnung haben, Brunhild schriebe bald ein Gedicht über die teuflische Angela ... aber dann bekämen wir ja diesen Schweinmeier oder -brück oder wie der heißt. Und wie hieß es biblisch richtig? Du sollst den Teufel nicht mit Beelzebub austreiben. Wir bleiben trotzdem dabei: Kunst ist Waffe! Schließlich wollen wir doch die Hoffnung bewahren, die große wie die "kleine Klimakatastropheverhindern zu können ...

Reisen wir also lieber in ferne Welten:



Slov ant Gali: Der Planet der 1000 Inseln (5)


Von so nahem hatte ich noch nie ein Mädchen nackt gesehen. Dann noch so eines! Also ich fühlte mich da schon als Mann und das brachte viele Probleme. Das komplizierteste war das Gucken. Wenn sie sich so ungehemmt vor mir auszog, dann war das nackt-Sein wohl etwas Natürliches unter Maniani. Also guckte man hin, aber sicher auf eine Weise, dass man eben nicht hinstarrte. Weil das bei uns aber anders ist, hätte ich weggucken müssen. Aber damit hätte ich sie vielleicht verletzt, als sei ihr Körper etwas, das man nicht angucken sollte oder gar einer, den ich nicht angucken wollte. Und ich wollte ja! Dann fiel mir der Vater ein, also dass er reinschaun könnte und ich ihm die Szene hätte erklären müssen und ich nicht gewusst hätte wie. Vorerst löste ich das Dilemma, indem ich vor Mahay her zum Bad lief, darauf eingestellt, dass, wenn Vater zufälligerweise gerade auf den Flur gekommen wäre, ich zwischen ihm und dem Mädchen gestanden hätte.
Als Mahay dann endlich allein im Bad und ich in meinem, also jetzt unserem Zimmer war, war das Peinliche aber noch nicht zu Ende. Sie hatte nämlich alle ihre Sachen bei mir zurückgelassen. Oh, wie ich hoffte, sie würde sich auf dem Rückweg in eines unserer Kuscheltücher wickeln oder Vater bliebe, wo er war und Mutter auch!
Ich nehme an, jeder anständige Junge versteht meine Nöte, als meine Zimmertür aufging und Mahay trat ein – nicht nur immer noch oder schon wieder nackt, sondern diesmal mit einem Karton in der Hand. „Du musst mir helfen!“
Also ihr Problem war deutlich zu sehen. Überall dort, wo der Kontakt zu unserer normalen Kleidung besonders eng gewesen war, besonders wohl dort, wo sie gerieben und Mahay geschwitzt hatte, … also, ob man das nun wund-Sein oder Ausschlag nennen will, ist mir egal. Auf jeden Fall war es mehr als eine Hautrötung. Die wäre bei Mahays dunkler Haut wohl auch nicht so aufgefallen. Jedenfalls hatte das Mädchen alle Cremes gegriffen, die sie gefunden hatte, und ich sollte die richtige aussuchen, die natürlich sei und die sie aufgetragen bekommen wollte, bevor sie ihr Walistoffkleid überstriffe.
Obwohl es nicht zu warm im Raum war, lief mir der Schweiß in Strömen. Angstschweiß. Mahay hatte eindeutig gesagt „aufgetragen bekommen“. Das hieß ja wohl, dass sie ganz selbstverständlich mir diese Aufgabe zugedacht hatte. Mir, der ich am Morgen noch … also Mädchen waren mir ferner als die Sternbilder an meiner Zimmerdecke. Hätte vor der ersten Stunde nicht eines der Mädchen die Strafbank abbekommen können?! Noch dazu hatte ich große Zweifel, ob überhaupt eine der Cremes ihre Aufgabe erfüllen oder alles noch schlimmer werden würde. Die Zeit, als die Eltern etwas für meine Babyhaut im Hause hatten, waren doch schon lange vorbei und was ich im Netz hätte bestellen können, wäre es ja nicht gleich angekommen.
Also irgendwie löste ich meine Aufgabe. Beim Cremen kamen mir mehrere Fragen, ganz wichtige und … also für einen Jungen wie mich wäre es nun wirklich zu viel verlangt, die auszusprechen, obwohl sie mich sehr beschäftigten. Aber erst einmal war meine Erleichterung wichtiger, als Mahay dann endlich ein Kleid überstreifte, ein weißes mit Stickereien drauf, durch das ihr Teint wunderbar zur Geltung kam.
„Alle andern Mädchen sehen echt doof aus dagegen“, war mein erster Kommentar und „Du solltest dir nichts aus Mode machen“ mein zweiter. Als sich Mahay fast verlegen bedankte, fiel mir auf, dass ich vielleicht gerade mein erstes Kompliment gemacht hatte.
Da ging die Wohnungstür auf. Mutter. Oh je! Wäre sie etwas früher gekommen, …
Ob mein Glück anhalten würde?
Ich nahm Mahay an der Hand. Meine Eltern saßen schon in der Küche.
Mutter sah uns fragend an. Vater kam mir zuvor.
„Unser Sohn hat eine Maniane aufgegriffen. Da werden wir wohl einen Teller mehr brauchen.“
Dabei hatte sich ein schalkhaftes Lächeln über sein Gesicht ausgebreitet und mit eben diesem Gesicht betrachtete er nun aufmerksam und neugierig unseren Besuch. Wohlwollend auch, spätestens, als das Mädchen ruhig abwartete, bis die Erwachsenen zu essen begonnen hatten.
An den Großteil des Gesprächs kann ich mich nicht mehr erinnern. Es rauschte an mir vorbei. Außerdem ging es überwiegend um das Übliche: Mutter erzählte von ihrer, Vater von seiner Arbeit. Bis es dann passierte. Verblüffenderweise war es Vater, der begann: „Also eigentlich sind wir ja sehr unhöflich. Wir haben einen Gast und reden über uns. Also sagen Sie …“ „Mahay“ „Also sagen Sie, Mahay, wo sind Sie denn untergekommen auf unserer Insel?“
„Brad hat mir sein Bett bezogen. Er schläft auf der Matratze. Er sagt, das reicht ihm.“ Mahay hatte das mit einer Selbstverständlichkeit gesagt mit der man Marjore zurück in die Sonne legt, wenn sie noch nicht reif genug sind. ...



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